Nachdem unsere Wurzelzwerge eine Woche länger warten mussten, weil der Bagger krank war, rückte er am Mittwoch bei strahlendem Frühlingswetter endlich an – und mit ihm die tolle Gärtner-Truppe von den Karl Schubert-Werkstätten.
Aber Moment mal, warum brauchen die Wurzelzwerge denn einen Bagger? Na, weil unser Gartengrundstück aus seinem krautigen Dornröschenschlaf gerüttelt werden soll und in eine prima Matsch- und Buddellandschaft für unsere Kinder verwandelt wird. Und dazu braucht es eben einen Bagger und viele große und kleine Hände, die helfen. Alles klar?!
Zunächst müssen die Äste vom Baumschnitt in den hinteren Teil des Grundstücks geschafft werden und da lassen sich unsere Kinder natürlich nicht zweimal bitten und packen tatkräftig mit an. Bevor der Bagger ans Werk gehen kann, muss zunächst der Pick-up der Schubis wieder auf festen Grund gebracht werden, denn vor dem Tor ist es unerwartet sumpfig. Danach kann der Bagger endlich mit den drei Gruben für kleine Kieselsteine, Sand und Matsche-Pampe loslegen. Die werden davor noch mit Sägespänen markiert, damit nachher auch alles richtig wird. Das Publikum, das es sich inzwischen vor dem Zaun gemütlich gemacht hat, hinterfragt natürlich kritisch alle Arbeitsschritte.
Äh, Miri, bist du nicht für das gärtnern der Kinder und die Schubert-Jungs für die Gartengestaltung… ach, egal. Im Laufe des Vormittags werden ab und an mal die Rollen getauscht. Jonathan aus Ghana lässt sich von den Kindern am Sandtisch deutsche Wörter beibringen und spielt zum Dank für sie auf der Gitarre, die er bei einer kurzen Besichtigungstour des Kindergartens im Waldgeister-Container gefunden hat. Hannes und Clemens beaufsichtigen die Wurzelzwerge in den Bäumen und staunen über ihre Kletterkünste oder posieren für Patricias Kamera mit den Kindern auf Gruppenfotos. Letztlich haben alle sehr viel Spaß und die Arbeit geht gut voran.
Am nächsten Morgen bringen die Schubis, die schon ungeduldig erwartet werden, eine ganze Ladefläche voll Sand mit, der nun in eine der drei gebaggerten Gruben gefüllt werden darf. Also, ran an die mitgebrachten Schaufeln und los geht’s: Die Kinder schaufeln von der Ladefläche aus den Sand in die Schubkarren, die dann von den Schubis in die Grube gefahren werden, wo schon weitere Kinder und Erzieherinnen warten, um alles schön zu verteilen. Währenddessen wird die dritte Grube mit Wall fertig gebaggert und die Betonplatten werden zu einem neuen gewundenen Weg um die Gruben verlegt. Das geht wie’s Brezelbacken und gegen Mittag ist fast alles geschafft.
Wir freuen uns schon sehr darauf, wenn die Schubis nächste Woche mit Hackschnitzeln für die Wege und Kieselsteinchen für Grube 1 vorbeikommen. Und Büsche zur Bepflanzung gibt’s auch noch, aber das dauert noch ein wenig. Also, eine weitere Gelegenheit für ein Wiedersehen…



Text: Miri Vollmer
Bilder: P. Heigele